Hinter’m Mond rechts ab

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Hinter der chilenischen Grenzstation bog ich nach rechts ab, entlang der Grenzlinie, auf eine super sandige Strasse, so dass die Reifen mehr im Sand versanken als sich vorwärts bewegten. Also hiess es VIEL Schieben. Super anstrengend. Die reine Schufterei. Diese Kreuzung stellte sich später als der Wendepunkt meiner Reise heraus. Müsste ich einen Ort und einen Zeitpunkt nennen, an dem meine Reise durch Südamerika endete und mein Südamerikaabenteuer begann, ist es genau diese Kreuzung am Lago Chungara, am 26.Oktober um 16:37 Uhr. Weiterlesen

Kleine Schatztruhe: Unvermutetes Entdecken des Paradises

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Manchmal trifft man ganz unvermutet das Paradies, so wie ich heute. Dabei musste ich etwas 2 Stunden gegen den brutalen Gegenwind des Altiplanos radeln. Und nachdem mein Wasservorrat knapp und der Tag sich auch dem Ende neigt, habe ich hier mitten in der chilenischen Wüste, umgeben von 6 Vulkanen in einem winzigen Ort nach einer Schlafgelegenheit gefragt. Und bin bei Emma, der einzigen Lehrerin der Gegend untergekommen, die mich in einem Schlafraum ihres Internats schlafen lässt, mit richtigem Bett, eigenem Bad und vor allem einem Dach über dem Kopf. Und wie es der Zufall so will, hat’s hier auch freies Internet, so dass ich die Chance nutze, die Emails der letzten Woche zu beantworten und meine Blogartikel von Machu Picchu und den Salineras de Maras zu schreiben. Weiterlesen

Kleine Schatztruhe: having a friend at your side

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Dankbarkeit ist wichtig. Wertschätzung auch. Besonders in Situationen, wenn der eigene Körper einem die Grenzen zeigt. Heute war bei mir so ein Tag. Da ist es gut zu wissen, einen Freund an seiner Seite zu haben, der einem eine Notunterkunft baut, damit ich mich hinlegen und schlafen kann ohne von der Sonne gebraten zu werden. Der Wasser holt, und einen danach mit Salzcrackern und aufmunternden Worten wieder aufbaut. Danke, Campbell!

 

Ein Sonntag in La Paz

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Was macht man an einem Sonntag in La Paz? Diese internationale Metropole könnte auch in Frankreich, Spanien oder Japan stehen und hat so gar nichts gemein mit dem eher armen, ländlichen Bolivien. Soll ich mich in eines der Cafés a la Starbucks, Dunkin Donuts setzen (und stabiles Internet geniessen), die aber doch überall gleich sind? Oder in eines der unzähligen Eiscreme-Läden, die zudem auch überaus leckere Kuchen und Torten anbieten? Was macht also La Paz einzigartig?

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60 km Downhill – dem Tod entgegen?

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60 km Abfahrt. Über 3200 Höhenmeter, von etwa 4400 Meter über Normal Null auf etwa 1200 Meter ü.NN. Das alles mit dem Fahrrad. Auf der berüchtigten Todesstrasse in der Nähe von La Paz. Schliesslich werden hier T-Shirts mit der Aufschrift „Survivor of the Death Road“ (Überlebende/r der Todesstrasse) verkauft. Tatsächlich begegnen wir den Menschen, die eben dieses T-Shirt tragen, während sie mit einem Fully über die Steine hinwegfegen. Und ich?

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Takatukaland, oder so ähnlich: Titicacasee

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„Ich hab ein Haus, ein Affe und ein Pferd, …“ Das mit dem Pferd, Frida trägt nach wie vor fleissig mein Gepäck, und dem Haus stimmt zwar grösstenteils. Allerdings kann man mein Zelt eher als Palast oder 1000-Sterne-Hotel bezeichnen als die Villa Kunterbunt, obwohl es innen manchmal doch ziemlich wild aussieht. Aber da ich ja nicht soviele Sachen in meinem Packtaschen dabeihabe und am nächsten Morgen immer alles wieder zusammengepackt werden muss, hält sich das Chaos meist in Grenzen. Nur den Affen habe ich nicht dabei, allerdings wurde ich auf der Strecke von Puno nach La Paz des öfteren zum Affen gehalten. Zum Beispiel von den Busfahrern, die fürs Verladen vom Fahrrad zusätzliches Geld haben möchten oder von einer webenden Schafhirtin, die sehr fotogen mit ihren Schafen vor Titicacasee und schneebedeckten Bergen stand. Allerdings wollte sie für ein Foto bezahlt werden, 15 bis 20 Soles für ein Foto (immerhin fast 5 Euro), das war mir dann doch etwas zuviel, so dass ich lieber ohne Foto weitergefahren bin.

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Südamerikafeeling par exellence – Besuch bei den Salzterassen von Maras

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Manchmal muss so ein kleines Abenteuer gar nicht gross geplant werden, sondern es geschieht einfach, wenn man sich treiben lässt.
Obwohl ich ja zugeben muss, dass mich die Bilder von den Salzbecken schon das ein oder andere Mal beim Stöbern im Internet begeistert haben und ich gedacht habe, die will ich auch mal sehen, habe ich gestern abend nach dem Besuch von Machu Picchu, kaputt wie ich war, die Gedanken an einen Besuch verworfen. Zumal es wieder eine Busfahrt (meine Kniee! und langes eingequetschtes Sitzen), wieder frühes Aufstehen und eine Wanderung der doch leicht sich bemerkbar machenden Muskeln bedeutet hätte.
Die Nacht habe ich mich gar nicht bewegt, weil meine Beine einfach zuviel Bewegung tagsüber hatten. Aber wie das manchmal so ist nach eine geruhsamen Nacht… Weiterlesen

Einmal Dschungel und zurück

Zu Besuch bei Machu Picchu

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Einen Schritt vor den anderen. Langsam, aber stetig geht es immer tiefer in die Wolken rein. Und damit aufwärts. Blick auf den Weg, um die nächste Stufe zu erklimmen. Jede Schritthöhe ist anders. Mein Atem rasselt. Kurz habe ich mir meine Kapuze übergezogen, höre mich aber sofort an wie Darth Vader auf Speed und reiße mir die Kapuze wieder vom Kopf. Ist ja eigentlich auch egal. Ich bin total durchnässt, von außen und von innen. Es gibt keine einzige trockene Stelle mehr an meinem Körper. Mein Körper zittert; vor Anstrengung, vor Kälte und auch ein bisschen vor Vorfreude. Gleich ist Einlass. Es ist 5 Minuten vor 6 Uhr morgens. Kurz vor Sonnenaufgang. Weiterlesen